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»Intelligente Fluide« für mechanisch adaptierbare Systeme

Als Werkstoffe werden meist nur Feststoffe angesehen. Zur Erzeugung spezieller Funktionen ziehen jedoch gegenwärtig auch weiche Materialien ein zunehmendes Interesse auf sich. Ein besonderer Nutzen lässt sich mit Flüssigkeiten erzielen, deren Konsistenz durch elektrische Signale in weitem Rahmen gesteuert werden kann. Hiermit ergeben sich weitreichende Potenziale für adaptive Dämpfer, Kupplungen und Bremsen. 

Elektro- und magnetorheologische Fluide (ERF bzw. MRF) sind flüssige Kompositmaterialien, deren Fließverhalten in einem elektrischen bzw. magnetischen Feld schnell und reversibel über mehrere Größenordnungen verändert werden kann. Sie bilden damit die Grundlage für eine neue Klasse von elektromechanischen Wandlern, in denen Reibungskräfte stufenlos eingestellt werden können. 

Der elektro- und magnetorheologische Effekt lässt sich beispielsweise in der Verkehrstechnik für Stoßdämpfer nutzen, deren Dämpfungsverhalten schnell den sich verändernden Anforderungen angepasst werden soll. 

Weitere Applikationen ergeben   sich in der adaptiven Dämpfung von Schwingungen in Fahrzeugen, Maschinen oder auch in medizinischen Prothesen. Die veränderbaren Reibungskräfte eröffnen attraktive Perspektiven für unterschiedliche Arten von Bremsen, steuerbare Kleinkupplungen, Muskeltrainingsgeräte und haptische Systeme. Gegenwärtig befindet sich diese neue Technologie an der Schwelle zur Markteinführung. 

Muskeltrainer mit ERF-Dämpfung
(
© Fludicon)



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