OLEDs Mit flachen Computermonitoren auf Basis von Flüssigkristallen (LCDs) wird heute mehr Geld verdient als mit den klassischen Röhrenbildschirmen. Doch mit den OLEDs (Organische Leuchtdioden) ist bereits eine alternative Technik in Sicht, die voll videotauglich ist. Marktforschungsinstitute gehen davon aus, dass im Jahr 2006 mit OLED-Displays weltweit ein Umsatz von rund zwei Milliarden US-Dollar erzielt wird. In Kooperation mit dem Fraunhofer-Verbund Mikroelektronik werden derzeit im Verbund Werkstoffe, Bauteile die Technologien für die Herstellung von Anzeigen und kleineren Displays auf Polymerbasis entwickelt. Dazu müssen Schichten von polymeren Materialien möglichst dünn und homogen aufgetragen, Elektroden aufgebracht und entsprechende Kapselungsverfahren entwickelt werden, die die Anzeigen vor Umwelteinflüssen schützen. Die Polymere müssen vor allem in ihrer Struktur sehr einheitlich und frei von Fremdstoffen sein, damit eine lange Lebensdauer der Anzeigen garantiert werden kann. Die Synthese dieser Materialien in einem größeren Maßstab werden weltweit nur von wenigen Herstellern beherrscht, die Qualität ist oft nicht zufriedenstellend bzw. kann nicht in ausreichender Menge hergestellt werden. | 
Flexibles OLED
(© Fraunhofer IAP) Das Fraunhofer IAP ist in der Lage, diese Materialien in der geforderten Reinheit und in entsprechenden Mengen herzustellen. Es werden alle Herstellungsschritte bis zum Aufbau von Musterdisplays unter speziellen Bedingungen im Reinraum realisiert, da die »leuchtenden« Schichten extrem dünn sind und jeder Staubpartikel stören und zum Ausfall des Bauelements führen kann. Solche Displays liegen in verschiedenen Farben (rot, grün, blau und weiß) vor und besitzen neben einer ausreichenden Helligkeit vor allen Dingen eine ausgezeichnete Abstrahlcharakteristik. Das bedeutet, dass diese organischen Displays - im Gegensatz zu LCDs - ihren Farbeindruck bis zu Blickwinkeln von nahezu 180° beibehalten. |