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Entwicklung des Güterverkehrs auf dem Gebiet der BRD (1997-2015) (Abbildung: Verkehrsbericht der Bundesregierung, 2000)

Entwicklung des Güterverkehrs auf dem Gebiet der BRD (1997-2015) (Abbildung: Verkehrsbericht der Bundesregierung, 2000)

Lärmschutzwand (Foto: Fraunhofer LBF)
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Mobilität ist für die Menschen ein wichtiges Grundbedürfnis. Ein leistungsfähiges Verkehrssystem ist dabei Voraussetzung für eine moderne Gesellschaft, für Wirtschaftswachstum, Beschäftigung und Wohlstand. Es sichert berufliche Mobilität, persönliche Bewegungsfreiheit und die Kontakte der Menschen untereinander. 

Das zentrale Problem ist ein durch Wirtschaftswachstum ausgelöstes, ungebrochenes Wachstum im Güter- und Personenverkehr mit hohen Steigerungsraten. Die Prognose im Rahmen des Bundesverkehrswegeplanes geht für den Zeitraum 1997 bis 2015 davon aus, dass sich die Verkehrsleistungen des Personenverkehrs aufgrund des überproportional wachsenden Fernverkehrs um bis zu 20 Prozent erhöhen werden. Die Güterverkehrsleistung aller Verkehrsträger wächst um mehr als 60 Prozent. Die Marktanteile im Personenverkehr werden sich zugunsten des Straßenverkehrs verändern; bei einem gleichzeitig starken Wachstum des Luftverkehrs. Die Marktanteile im Güterverkehr werden sich weiterhin zugunsten des Straßengüterverkehrs verschieben. Der Eisenbahnanteil kann annähernd stabilisiert werden, der relative Anteil der Binnenschifffahrt wird abnehmen. 

Der motorisierte Individualverkehr und der Straßengüterverkehr werden danach weiterhin die Hauptlast tragen. Gleichzeitig mit der Entwicklung der weltweiten Mobilitätsnachfrage werden die Energieressourcen für den Verkehrsbetrieb immer knapper und der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur stößt zunehmend an seine Grenzen. 

Folgende Thesen für die zukünftige Verkehrsentwicklung lassen sich ableiten: 

  • Die weltweite Nachfrage nach Fahrzeugen/Verkehrsmitteln für den Personenverkehr und den Gütertransport wird weiter steigen. Fahrzeuge/Verkehrsmittel werden sich zunehmend zu Teilsystemen attraktiver Reise- und Transportketten entwickeln.
  • Die Verkehrsmittel stehen in einem Kosten-, Komfort- und Sicherheitswettbewerb mit der Konsequenz, dass Entwicklungs- und Produktionsprozesse weiter entscheidend verkürzt werden; bei gleichzeitiger Individualisierung der Verkehrsmittel.
  • Die Energieverknappung und die Grenzen des Infrastrukturausbaus werden zu energie-sparenden und intelligent organisierten Gesamtverkehrssystemen führen. 

 

Die individuellen Bedürfnisse orientieren sich primär an der Reduzierung der Kosten sowie der Erhöhung von Komfort und Sicherheit, die gesellschaftlichen Vorgaben an der Reduzierung von Energie- und Ressourcenverbrauch, Luftverschmutzung, Lärm, Flächenverbrauch und Kosten sowie an mehr Sicherheit, Intermodalität und intelligent organisierter Mobilität. 

Aus den individuellen Bedürfnissen und gesellschaftlichen Vorgaben lassen sich verkehrsrelevante Forschungsfelder für die verschiedenen Technologiebereiche ableiten. Für den Bereich der Werkstoffe und Bauteile liegen die vorrangigen Herausforderungen in den Themenfeldern: 

  • Fahrzeuge/Komponenten
  • Sicherheit und Zuverlässigkeit
  • Emissionsminderung und Ressourcenschonung
  • Bauteil- und Systemzuverlässigkeit 

 

Im Themenfeld Mobilität/Verkehr werden Werkstofftechniken und -systeme zukünftig neben der Elektronik als die Innovationstreiber fungieren. Im Mittelpunkt stehen dabei die Technologien Leichtbau, Leistungssteigerung von Antrieb und Fahrwerk, Sicherheit sowie Komfort . 


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